Salsa allgemein

Salsa 
bedeutet wörtlich übersetzt “scharfe Soße” und kommt aus dem Spanischen.

Die Übersetzung und Entstehung

Aber warum nennt man eine Musik “Soße”? Das kommt daher, weil Salsa unter dem Einfluß verschiedener Musik entstanden ist. Die Musik der Ureinwohner Mittelamerikas, die der spanischen Eroberer und die Musik der Mitgebrachten afrikanischen Sklaven vermischte sich mit der Zeit. Hinzu kommen Einflüsse aus Jazz und anderen Musikrichtungen. Es entstand eine Mischung aus verschiedensten Elementen der Musik. Erstmals taucht der Begriff 1932 in dem Titel “Echala Salsa” des Kubaners Ignacio Pinero auf.

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Kurzgeschichte und die ersten Interpreten

Später wurde Salsa Ausdruck eines gesamten Kontinents, von dem aus die Musik die ganze Welt in ihrem packenden und unverkennbaren Sound eroberte. Für die internationale Verbreitung dieser Musik sorgten z.B. Songs von Carlos Santana oder Tito Puente mit seinem Hit “Oye Como Va”. Von großer Bedeutung ist auch der Tourismus. In der Souveniersammlung so mancher Urlauber wird eine Kassette oder CD mit der im Urlaub so oft gehörten Musik (gewesen) sein.

Salsa in Deutschland

Bei uns in Deutschland hat Salsa den größten Aufschwung 1999 durch den Film ”Buena Vista Social Club” von Wim Wenders sowie die gleichnamige CD erfahren.

Salsa als leidenschaftlicher Tanz

Salsa ist aber nicht nur Musik, sondern Salsa wird auch getanzt und das nicht zu knapp. Man tanzt Salsa im 4/4 Takt. Dabei haben 3 Takte einen Schritt und der 4. Takt ist eine Pause. In der Regel ist Salsa ein Paar-Tanz mit vielen verschiedenen Figuren. Aber auch als Formation gibt es viele Schrittkombinationen. Tanzschulen gibt es genug.

Der Verlauf und die entstandenen Tanz-Stile

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Stile entwickelt. Da gibt es den Kubanischen Stil, den New Yorker Stil, den L.A. Stil. Welchen Stil man tanzt, ist Geschmackssache. Am Ende entscheidet, was in der Tanzschule vor Ort gelehrt wird.

und jetzt etwas Salsa zum Reinhören...

Salsa Cubana

Der kubanische Stil

Der kubanische Stil (der in Kuba auch casino genannt wird), ist der ursprüngliche Tanz zu den heißen Salsaklängen, und ist aus dem kubanischen Son, Mambo, Cha Cha Cha etc. entstanden, also alles Tänze die in Kuba geboren wurden. Charakteristisch sind die geschmeidigen, gelösten Bewegungen, mit deutlich mehr Hüft- und Schulterbewegungen. Die kubanische Tanzweise lässt daher viel Erotik aufkommen, und es soll erreicht werden, dass die Paare nicht mechanisch tanzen, sondern ihren eigenen Stil entwickeln.

Die Merkmale des kubanischen Stils

Beim kubanischen Stil umkreisen die Partner einander - die Grundausrichtung ist eher der Kreis. Häufige Richtungswechsel wirken auf Tänzer anderer Stile schnell verwirrend. Die Bewegungen sind natürlich, fließend, harmonisch und die Drehungen der Frau im Vergleich zu den nordamerikanischen Salsa-Tanzstilen eher langsam. Das wesentliche Merkmal des kubanischen Stils sind die Drehungen des Tanzpaares um einen gemeinsamen Mittelpunkt. Außerdem wird die Frau vom Partner nicht so oft losgelassen. Der kubanische Stil wirkt sehr spielerisch, rhythmisch und lebendig und hat keine klare Ausrichtung. Er ist wenig reglementiert. Dennoch gibt es für die verschiedenen, teilweise äußerst komplizierten und verwirrenden Figuren diverse Grundschritt- Kombinationen, die beherrscht werden müssen, um diese Figuren korrekt ausführen zu können.

Die Tanzschritte

Die normalen Tanzschritte beginnen entweder auf der 1: 1,2,3,-,5,6,7,- wobei die Pause auf der 4 und/oder der 8 liegt und manchmal mit einem Stepp-Schritt getanzt wird, der aber oft für den Betrachter, gerade bei sehr schnellen Stücken, nicht sichtbar ist und eher dem Tanzrhythmus dient. Die Schritte können aber auch auf der 2 oder der 3 beginnen, was besonders von Latinos getanzt wird. Getanzt werden die Schritte entweder vor und zurück, besonders bei Europäern und Nord-Amerikanern, oder zur Seite hin, besonders bei Lateinamerikanern. In letzterem Fall werden die Schritte auch zusätzlich nach hinten getanzt.

Der kubanische Stil im Vergleich

Der kubanische Stil steht in der Salsa-Szene außerhalb Lateinamerikas in starker Konkurrenz zu dem New-York-Stil, bzw. Puerto-Rico-Stil. Bei Salsa Cubana gibt es noch eine Spezialisierung, die das Erlernen des Cubanischen Stiles voraussetzt. Es handelt sich dabei um die "Rueda de Casino" .

Rueda de Casino

In den späten 50er Jahren entstand in Kuba dieser heutzutage sehr populäre Tanz. Rueda bedeutet Rad, und casino wird das Salsa-Tanzen in Kuba genannt, es wird also zu heißer Salsamusik getanzt.

Die Besonderheit

Was "rueda de casino" so speziell macht ist, dass in einer Gruppe zusammen im Kreis getanzt wird, wobei ein ständiger, schneller Wechsel der Tanzpartner stattfindet. Es gibt viele komplexe Figuren, die besonders für diesen Tanz geeignet bzw. entstanden sind. Jede Figur hat einen bestimmten Namen, der angesagt wird, worauf sehr schnell reagiert werden muss. Die Figuren können auch mit Handsignalen angezeigt werden, was vor allem in Lokalen mit sehr lauter Musik nötig ist. Rueda kann mit 2 Paaren, aber auch mit 100 getanzt werden, so lange wie der Raum ausreicht! (ideal sind etwa 6 Paare)

Gruppendynamik mit  Lern-Effekt

Beim Rueda - Tanzen spürt man eine besondere Dynamik und Gruppengefühl. Man muss dabei sehr spontan reagieren, und hat viel Spaß durch den ständigen Partnertausch. Die Tänzer können dabei auch ihr Koordinations- und Raumgefühl verbessern.

Kurzgeschichte

Als Kubaner in die USA auswanderten, und ihre vielfältige kubanische Kultur mitbrachten, wurde dort auch rueda de casino sehr bekannt. Vor allem in Miami erlebte es einen Aufschwung in den 70er und 80er Jahren. Gute Kenntnisse des Salsa - Grundschritts und diverser Figuren sind Voraussetzung.

Salsa NY-/PR-/LA-Style

New York Style

Der NY Style unterscheidet sich von dem kubanischen „Casino“ im Wesentlichen dadurch, dass er zum einen nicht rund, sondern auf der Linie getanzt wird (on the line) und zum anderen, dass er der Dame mehr Freiraum zur Selbstdarstellung lässt.

Es wird viel Wert auf Solo-Einlagen gelegt, auf Shines und auf Show-Effekte, wie z. B. Fall-Figuren. Viele der Figuren beinhalten choreographische Elemente. Die Harmonie im Tanz besteht mitunter darin, dass die Partner den Ablauf der einzelnen Figuren im Grunde kennen, aber jedes Mal die Figuren wieder neu zusammenfügen und dabei dennoch auch ohne Absprache wissen, was zu tun ist.

Wesentliches Tanzelement ist der sogenannte Cross Body Lead, man spricht auch vom "Cross Body Stile", was jedoch PuertoRico- und LA-Style mit einbezieht

Insgesamt kann der New York Style (wie auch der eng verwandte Puerto-Rico-Style) seine Herkunft aus der klassischen Tanzschule nicht verbergen.

Puerto Rican Style

Der Puerto Rican Style wird auf Spanisch auch „salsa puertorriqueña“ genannt. Grundschritt und Tanzfiguren entsprechen dem New York Style, er wird insgesamt aber offener getanzt. Die Partner präsentieren sich hier voreinander wirkungsvoll durch ausgefeilte Schrittkombinationen. Puerto-ricanische Tänzer tanzen weniger punktsymmetrisch und brauchen bei ihren Figuren oft mehr Platz.

Los Angeles Style

Der LA Style enthält außergewöhnlich viele choreographische Elemente und Showfiguren, was ihn insbesondere bei Kinoproduktionen, Auftritten und Tanzturnieren beliebt macht. Er wird häufig mit New York Style auf verwechselt. LA Style kann ausschließlich auf 1 getanzt werden (im Unterschied zu New York Style der sowohl "auf 2" als auch "auf 1" getanzt werden kann). Innerhalb der Amateurszene ist Salsa "auf 1" beliebt geworden und wird häufig auf Salsapartys getanzt; dabei haben sich führbare Figuren gegenüber choreographierten Elementen durchgesetzt. In Kontinentaleuropa beziehen sich viele Tanzschulen auf diesen Stil. Genau genommen besteht aber in der Verwendung kein wirklicher Unterschied von New York Style auf 1, LA Style und den anderen Cross Body Salsa Stilen. LA Style wurde entscheidend durch Johnny Vasquez geprägt, erfährt aber immer neuen Einflüsse und Veränderungen durch die Szene, unter Anderem auf Salsakongressen und Konventen.

Das Betonen der “1” beim "auf 1 Tanzen" (L.A. Style etc...) ist bei den beliebten Mischungen aus Salsa und Reggaeton (Salsaton) meist einfacher, da dort auch die 1 besser hörbar ist. Es entspricht meist mehr der im westlichen Kulturkreis üblichen Hörgewohnheiten (wie bei Rock, Volksmusik etc.). Bei vielen älteren traditionellen Salsas ist jedoch deutlicher die Betonung auf der 2 zu hören (Fania All Stars etc.) Die Betonung des Offbeats, der “2” (oft in Jazz/Black music), kommt in der deutschen Volksmusik nicht vor. Dementsprechend ist die musikalische Eingewöhnung bei Salsa "auf 1" für Angehörige des westlichen Kulturkreise oft leichter.

 Quelle: Wikipedia

und nochmal was zum reinhören...

Merengue

Zusammen mit der Kolonisation der karibischen Inseln fand die Merengue-Musik im 18. Jahrhundert ihren Ursprung. 

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Bachata

Bachata entwickelte sich, ebenfalls wie die Merengue Anfang der 60er Jahre, als eine Form des karibischen Boleros.

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Reggaeton

Es ist ein berauschender Musikmix sowie eine heiße, leidenschaftliche Tanzrichtung aus der Karibik.

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Kizomba

Kizomba ist ein sowohl Tanz und eine Art von Musik in Angola, der sich in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren entwickelte.

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